Alle Artikel in der Kategorie “Die Woche der Anwältin

„Die Woche der Anwältin“ ist eine Reihe, in der die Autorin und Rechtsanwältin Katharina Mosel Erlebnisse und Eindrücke aus ihrer Anwaltstätigkeit schildert.

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An der Candy-Bar

Fortbildung ist in jedem Beruf wichtig, schließlich muss man auf dem Laufenden bleiben. Als Fachanwältin für Erb- und Familienrecht muss ich mich sogar regelmäßig fortbilden, sonst darf ich mich nicht mehr so nennen.  Konkret bedeutet das für mich, dass ich mindestens 30 Fortbildungsstunden im Jahr absolvieren muss. Ich bin jemand, der neue Entwicklungen und Entscheidungen im Recht gerne mündlich präsentiert bekommt. Das kann ich mir dann besser merken. Deshalb ist ein Seminar eine gute Sache, wenn Thema und Referent passen. Abgesehen davon, dass man in den Pausen regelmäßig nette Kollegen trifft und sich austauschen kann. Nicht selten ist es übrigens so, dass die praktischen Tipps, die man beim Kaffee trinken bekommt, einem mehr helfen als die Veranstaltung selber. Weiterlesen

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Man kann nicht alle Akten mögen …

Sie kennen das bestimmt auch: Es gibt Vorgänge, die in regelmäßigen Abständen auf dem Schreibtisch landen, obwohl man sie am liebsten nie mehr wiedersehen würde. Das gilt nicht nur für die lästige Buchhaltung (ich sage nur Steuererklärung …), sondern auch für die eine oder andere Akte in meinem Büro. Früher, als junge Anwältin, habe ich nie verstanden, wenn Kollegen sich darüber ausgelassen haben, dass sie bei bestimmten Akten regelmäßig Unlustgefühle bekommen und das Teil nach Möglichkeit sofort wieder nach ganz unten auf den Stapel der zu bearbeitenden Sachen befördern würden. Naiv dachte ich damals, dass man sich einfach an den Vorgang setzt und zügig die Sache bearbeitet. Weit gefehlt.  Weiterlesen

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Mal eben EUR 1.300.000,– verdienen?

Diese oder ähnliche Mails finden wir fast jeden Tag in unserem E-Mailfach:

„Es gibt diese riesige Menge an Geld sechs Millionen fünfhunderttausend USA Dollar). (USD $ 6.500, 000, 00), die ich von meinem verstorbenen Vater geerbt, abgeschieden in einer lokalen Bank hier in der Elfenbeinküste , bevor er von Unbekannten ermordet wurde. Jetzt habe ich beschlossen, dieses Geld in Ihrem Land zu investieren oder irgendwo sicher genug außerhalb Westafrika zu Sicherheitszwecken . Ich möchte Sie mich zu Anlagezwecken , diesen Fonds in Ihrem Land zu helfen, zu übertragen. Wenn Sie Hilfe für mich sein kann, werde ich Ihnen gerne 20% des gesamten Fonds zu bieten. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu lesen. Vielen Dank und Gott segne Sie.“ Weiterlesen

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Geiz ist nicht geil!

Letzte Woche erreichte uns per Mail die Anfrage von jemandem, der ein Beratungsgespräch zu einem familienrechtlichen Problem vereinbaren wollte. So weit so gut. Vorher fragte der Mann an, ob dieses Beratungsgespräch kostenlos sei oder, wenn nicht, was die Beratung kosten würde. Schon etwas merkwürdiger, aber auch noch o.k. In manchen Berufsgruppen gibt es ja eine kostenlose Beratung. Weiterlesen

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Ich hab da mal eine kurze Frage …

In der letzten Woche habe ich darüber geschrieben, dass Patienten und Mandanten gerne ihre Probleme googeln, bevor sie sich entschließen den Arzt oder Anwalt aufzusuchen. Es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den Berufsgruppen, auf die ich heute mein Augenmerk richten möchte.

Was ich meine ist die Reaktion von liebenswerten Mitmenschen, die man erfährt, wenn man erzählt, was man beruflich so macht. Ärzte müssen sich auf Partys, wenn sie Pech haben sogar beim Essen, die Krankengeschichte von Gästen anhören – Anwälte sollen die lange mit sich herumgetragenen rechtlichen Probleme lösen, oder müssen sich stellvertretend für alle Richter dieser Republik Kommentare über vermeintliche Fehlentscheidungen anhören. Weiterlesen